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Quirliges
Leben erfüllte die Terrasse, während wir uns zu unserem Tisch
durchschlängelten.
Mario
hatte nicht zu viel versprochen, der Platz war fantastisch.
„Ich
geh mal kurz hinein und kündige uns an“ sagte Mario und verschwand im
Restaurant.
Hannes
schnappte sich sofort ein Stück Weißbrot, beträufelte es mit Olivenöl
und streute Salz darüber und knabberte genüsslich daran.
„Stopf
dich nicht gleich mit den Vorspeisen voll“ lachte Benedetta, „es gibt
noch einige Gänge. Mario und Giancarlo haben das Menü schon ausgesucht.
Lasst euch einfach verwöhnen und esst, was euch schmeckt. Übrigens ihr
seid eingeladen. Wir feiern unser Glück.“
Sie
strich sich über ihren Bauch. Eva schaute mich mit einem
sehnsuchtsvollen Lächeln an und seufzte.
Giancarlo war im Gegensatz zu Mario kräftig und untersetzt, dazu hatte
er seine pechschwarzen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden. Er zog
sich einen Stuhl heran, doch bevor er sich setzte, begrüßte er seine
Schwägerin, sowie Eva und Maria mit Küsschen. Für uns Männer hatte er
eine herzliche Umarmung parat.
„Ich
hoffe, ihr seid mit meiner Wahl einverstanden.“
Ein
Kellner stand schon mit einer großen Platte Antipasti bereit, die er
nach einem Wink Giancarlos kredenzte. Dann brachte ein anderer
dienstbarer Geist einen Sektkühler mit zwei Flaschen Vernaccia.
Giancarlo schenkte höchstpersönlich aus, dann verabschiedete er sich mit
einem „Buon appetito“ von uns.
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Ich
hatte ehrlich gesagt einen Riesenbammel davor, Eva meiner Mutter
vorzustellen. Meine Erinnerung daran, wie sie Carola aufgenommen hatte,
war noch zu frisch. Die Beiden hatten sich angesehen, beschnuppert und
unmittelbar darauf, war die Temperatur im Zimmer um ein paar Grad
abgekühlt. Meine Mutter hatte uns pflichtbewusst Kaffee und Kuchen auf
der Terrasse serviert, aber über mehr als Belanglosigkeiten war unsere
Unterhaltung nicht hinausgekommen. Die Beiden hatten sich mehr oder
weniger ignoriert. Ich hatte mich dabei sehr unwohl gefühlt.
Carola erwähnte meine Mutter hinterher mit keiner Silbe mehr. Und in
einem Telefonat einige Tage später, erklärte meine Mutter kategorisch:
“Das ist nicht die Mutter meiner Enkel.“
Damit war alles gesagt.
Amelia, meine Mutter hatte sich mit ihrem Lebensgefährten ein Haus in
Gumpoldskirchen gekauft, die Dachwohnung zu einem Atelier ausgebaut und
unten in den Räumen eine Galerie eingerichtet. Rodrigo, ihr
Lebensgefährte war Künstler. Seine Bilder waren nicht einmal schlecht,
großflächige, farbintensive Kompositionen, die er gut verkaufte.
Wir fuhren von der Straße auf den Hof und stiegen aus. Da kam uns meine
Mutter schon auf der Treppe entgegen. Sie trug eine wallende
fliederfarbene Toga und hatte sich einen Turban kunstvoll um den Kopf
drapiert.
Ein kurzer prüfender Blick, dann umarmte sie erst mich und wandte sich
erwartungsvoll Eva zu.
„Willst du mir dieses reizende Fräulein nicht vorstellen, mein Sohn?“
Dabei überzog ein Strahlen ihr Gesicht.
„Peter hat mir schon so viel von ihnen erzählt. Kommen sie Eva, ich darf
doch Eva zu ihnen sagen? Ich entführe sie mal meine Liebe und zeige
ihnen das Haus.“ Eva und ich waren sprachlos.
Zu mir gewandt flüsterte meine Mutter noch „Ich wusste gar nicht, dass
sich dein Geschmack für Frauen, so positiv entwickelt hat. Geh nur und
unterhalte dich mit Rodrigo.“ Dann rauschte sie mit Eva im Schlepptau
davon.
Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich stieg die Treppe empor zum
Atelier. Rodrigo stand mit nacktem Oberkörper und in Jeans vor der
Staffelei und malte.
Er war nicht viel älter als ich, wir beide haben uns aber auf Anhieb
verstanden. Ich war froh, dass er meine Mutter glücklich machen konnte.
Wir umarmten uns, dann führte er mich zu einem Bild, und zog das Tuch
hinweg.
„Das bekommst du von mir zur Hochzeit. Gefällt es dir?“
Ich nickte, dann sah ich auf „Hast du gerade Hochzeit gesagt?“ |